Spam-Welle bei Facebook

21/07/2011

Facebook

In der letzten Zeit war um Facebook herum nicht sehr viel Aufregung zu spüren. Natürlich gab es wie immer einige Spam-Anwendungen, die den Benutzern den letzten Nerv raubten und manchmal lief einem auf Facebook auch ein Likejacking-Link über den Weg, aber nichts darunter, was den gestählten Facebook-Nutzer großartig verunsichern könnten. Auch nichts, was annähernd die Dimension des „WOW!-Wurms“ erreichte.

Aber mit dieser Ruhe ist jetzt bedingt durch eine neue große Spam-Welle ein Ende, die die Nutzer aktuell überrollt. Insgesamt waren am ersten Tag wohl bereits um die 200 000 User betroffen und gegenwärtig stieg die „Opferzahl“ vermutlich schon auf über 500 000 Betroffene. Für diese neue Welle gilt, dass sie auf altbewährten Konzepten aufbaut. Diesmal soll der User mit Geschenken wie iPhones, iPads, Kappen oder Energydrinks geködert werden. Im Grunde müsste eigentlich schon jedem auf den ersten Blick bei der mangelhaften Rechtschreibung auffallen, dass es sich hier nicht um ein ehrliches Angebot, sondern um ein Fake handelt.

Der Mechanismus dahinter beruht darauf, dass die Benutzer dazu aufgefordert werden, für die Teilnahme Freunde einzuladen und auf den Link im Text der Veranstaltung zu klicken, die auf die eigentlichen Spam-Seiten verweisen. Nun folgt eine Eingabeaufforderung für den Namen und Emailadressen, um angeblich weitere Informationen zu erhalten. Bei einigen anderen Veranstaltungen erscheint ein „Age Check“, der sich sogar innerhalb des sozialen Netzwerks öffnet und auch bei einer Ablehnung ein Posting auf Facebook vornimmt. Nun folgt ein Quiz, bei welchem man zudem seine Handynummer eingeben soll, womit man wohl ein SMS-Abo und damit den freien Zugang für Spam-SMS aller Art abonniert.

Generell gilt, dass der reine Klick noch keinen Spam nach sich zieht, man sollte allerdings von der Eingabe persönlicher Daten absehen. Ist es erst einmal passiert, dann droht aber außer massiven Spam-Nachrichten kein großer Schaden. In jedem Fall sollte man aber bei der Begegnung mit einer derartigen Anwendung die Veranstaltung an Facebook melden und auf eine baldige Reaktion von Facebook hoffen.

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