Melancholia, der neue Film von Lars von Trier

18/08/2011
Regisseur Lars von Trier von canburak/Flickr.com

Regisseur Lars von Trier von canburak/Flickr.com

Der Film Melancholia kommt am 06.10.2011 erst in die Kinos und ist jetzt schon in aller Munde. Lars von Triers hat keinesfalls einen üblichen Katastrophenfilm gedreht, wie man ihn schon etliche Male auf Leinwänden gesehen hat. Bei ihm geht es nicht um Patriotismus und die Endzeitstimmung der USA.

Es wird kein Kampf gegen das Böse gezeigt. Melancholia ist eher ein psychologischer Film, bei dem eine Planetenfusion zu einer Katastrophe führt.Ein Planet, der von der üblicherweise Sonne verdeckt wird, kommt urplötzlich und mit hoher Geschwindigkeit auf die Erde zu. Mittendrin wird die Geschichte von zwei Schwestern erzählt. Beide können sich der Katastrophe nicht entziehen, genauso wie der Zuschauer vor der Leinwand.

Man beobachtet, wie die Apokalypse langsam aber sicher näher kommt und kann sie dennoch nicht aufhalten. Der Planet Melancholia steuert geradewegs auf die Erde zu. Genauso wie der Name des Planeten, heißt auch die Krankheit einer der Schwestern ( Kirsten Dunst).

Justine, die Protagonistin wird in ihren ersten Szenen als Braut gezeigt. Man begreift erst einmal nicht das Ausmaß ihrer Krankheit, denn die Stimmung erscheint zuerst heiter, doch dies ändert sich von Minute zur Minute. Eine Katastrophe jagt die nächste und Justine verschwindet. Justines Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg) findet ihre Schwester, kann jedoch das Platzen der Hochzeit nicht verhindern und nimmt ihre Schwester bei sich auf. Zeitgleich rast Melancholia auf die Erde zu und während Claire außer sich ist, beobachtet Justine das Ereignis mit Ruhe.

Der Pessimismus ist in dem Film schier greifbar und am Ende sieht der Zuschauer in die Leere. Still und leise und doch ergreifend. Erste Kritiker überhäufen sich bereits mit Lobeshymnen. Lars von Trier zeigt die Bedeutung des Films offen in Metaphern, Zeichen und Zynismus unfassbar real, so dass es dem Zuschauer beim Hinschauen fast wehtut.

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