Das Filmprojekt Iron Sky

04/01/2012

“Nazibashing”, also das Treten in den Allerwertesten der braunen Schurken hat eine lange Tradition in der Unterhaltungsindustrie. In Spielen wie “Return to Castle Wolfenstein” wird den Nazis, denen eine unfreiwillige Komik anhaftet, in brutalster Weise das Licht ausgeblasen.

Klar, dass die Filmindustrie dort mitzieht. Es gibt diverse Beispiele für trashige Filme in denen die Menschheit gegen die Überbleibsel des dritten Reichs zu kämpfen hat, die sich mit modernsten Superwaffen erneut anschicken die Welt mit Terror zu überziehen.

In Finnland entsteht ein Filmprojekt mit dem Namen “Iron Sky”, dass diese Thematik buchstäblich auf die Spitze treibt. Der Plot zu diesem noch nicht vollständig abgeschlossenen Projekt ist schnell zusammen gefasst. Kurz vor Kriegsende schafften es ein paar besonders finstere Schurken sich mit einer Rakete auf den Mond abzusetzen und dort unbemerkt von den Augen der Welt in einer Kolonie zu überleben. Nun im Jahre 2018 kehren sich zurück auf die Erde, um die Welt zu erobern.

Klingt nach einem Witz, oder zumindest nach einer Story für ein schlechtes Videospiel, doch genau das bezwecken die Filmemacher rund um Produzent Tero Kaukomaa. Er setzt zur Finanzierung des Projekts nicht zuletzt auf die Mithilfe diverser Fans, die der Film jetzt schon durch die geschickte Platzierung eines Trailers auf der Videoplattform Youtube erlangt hat.

Trotz eines Budgets von 6,9 Millionen Euro fehlt dem Filmemachern noch 900.000, die sie mit der gelungen PR-Aktion und viralem Marketing zu erlangen versuchen.

Sogar Filmbeteiligung wird über diese neuartige Finanzierungsmethode möglich. Wer so mutig ist und über 1000 Euro in das Projekt investiert, der wird an eventuellen Gewinnen des fertigen Filmes beteiligt und darf beim Dreh dabei sein.

Einen genauen Erscheinungstermin für “Iron Sky” gibt es noch nicht. Auch, ob der trashige Film ein Erfolg wird steht noch in den Sternen.

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