Modekunst und reiche Deutsche

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Auch ein Ausdruck von Luxus © http://amelitaadobrai.tumblr.com/

Kleidung erfüllt nicht nur einen Zweck, sondern macht ja bekanntlich auch Leute und hat manchmal sogar Kunst-Charakter. Vor allem dann, wenn sie auf Modeschauen und Fashion Weeks präsentiert wird. Dabei geht es häufig natürlich auch luxuriös daher. Über die World’s Luxury Expo erhält man jedoch nicht nur einen Einblick in die Welt der Laufstege, sondern erfährt auch alles andere, was im Kosmos der Reichen und Schönen passiert. Auch die 50 reichsten Deutschen werden dort vorgestellt, ganz oben natürlich immer noch die Karl-Albrecht-Familie (Aldi Süd), gefolgt vom anderen Albrecht-Zweig (Aldi Süd). Der Diskounter feiert dieses Jahr sein hundertstes Jubiläum und hat sich längst vom Lebensmittelladen für arme Leute zum Geschäft für jedermann etabliert. Auch solvente Prominente wie Günter Jauch genießen Aldi-Produkte. Das zeigt uns doch, dass Medion-Rechner und maßgeschneiderte Anzüge keinesfalls im Widerspruch stehen.

Videokunst aus Hollywoodfilmen – Supercutter

Daniel -->
Supercutter schneiden aus vielen Filmen kurze Szenen raus und am Ende zu einem Projekt zusammen

Supercutter schneiden aus vielen Filmen kurze Szenen raus und am Ende zu einem Projekt zusammen

Videokunst aus Schnipseln von Hollywood-Filmen – kann das funktionieren? Äußerst unterhaltsam sogar! Dafür sorgen die Supercutter. In stundenlanger Kleinarbeit reihen sie winzige Ausschnitte aus Filmen und Serien aneinander.

Mash-Ups in Videoform: Statt Samples gibt es Sequenzen

Die Idee: Aus bestehendem Material etwas völlig Neues kreieren, das trotzdem stimmig ist. Das sagt jedenfalls Alex, ein Drehbuchautor aus Hollywood und einer der Supercutter. Das Anfertigen von teils humoristischen, teils nachdenklich stimmenden Mash-Ups in Videoform ist sein großes Hobby – aus Liebe zum bewegten Bild.

Sein YouTube-Channel verzeichnet hohe Klick-Raten. So haben sich über eine halben Millionen Menschen seine Filmschau „The 2011 Portfolio“ reingezogen. Dafür hat Alex Szenen aus mehr als 150 Filmen miteinander verwurstet und zwei Monate gearbeitet. Dabei ist „The 2011 Portfolio“ nicht einmal sein berühmtestes Werk: Die Klicks der Collage werden noch von seiner Mem-Sammlung und einem Horrorfilm-Mash-Up übertroffen.

Neue Technik macht Supercuttern das Leben einfach

Angeblich soll die Entwicklung der Supercutter und ihrer Videokunst bis 1958 zurückverfolgbar sein. Dank den Entwicklungen der vergangenen Jahre wie immer schnellere Computer, einfachere Schnittsoftware, Webseiten wie YouTube oder mit Text-Transkripten ist das Erstellen der Collagen immer einfacher geworden. Jeder, der Filme liebt, darüber halbwegs Bescheid weiß und keine Zeit oder Mühen scheut, kann zum Supercutter werden.

Rechtlich betrachtet machen den Supercutter weniger die Videos als die verwendete Musik zu schaffen. Bilder aus Spielfilmen zusammenzuschneiden ist so lange legal, wie das Video am Ende als eigenständige Arbeit durchgeht – und das ist bei fast allen Werken der Supercutter der Fall. Um aber eine Thematik zu unterstreichen, die unterschiedlichen Sequenzen zusammenzuhalten, braucht es die richtige Musik. Die ist aber häufig geschützt, was dazu führt, dass YouTube entsprechende Videos sperrt und Supercuttern die Verbreitung ihrer Werke erschwert wird.

Bilderrechte: © Cybrain – Fotolia.com

Ausstellung für Kinder im Frankfurter Museum für moderne Kunst

Franky -->
Kunst für Kinder

Kunst für Kinder

Im Frankfurter Museum für Moderne Kunst kann man dieser Tage Teil eines kleinen Experiments werden. Im Rahmen der Ausstellung „Pssst!“ werden nämlich Kunstwerke gezeigt, die speziell für Kinder gemacht wurden und sich ausserdem der Frage danach, was Kunst eigentlich ist, annähern. Der Kronkorken beispielsweise, den ein kleiner Junge in seiner Hosentasche trug, ist an und für sich erst einmal keine Kunst. Wenn er aber, wie es auch geschehen ist, der Künstlerin Moni Port in die Hände kommt, dann kann er sich schnurstracks in Kunst verwandeln. Sie hat es in einen Glaskasten gelegt, ebenso wie rund 100 andere Objekte, die Kinder von überallher in ihren Hosentaschen hatten. Es fanden sich neben dem nun fast schon berühmt gewordenen Kronkorken auch ein Fruchtbonbonpapier aus Lissabon und andere lustige bis skurrile Dinge.

Die erste Ausstellung dieser Art

„Pssst!“ ist die erste Ausstellung dieser Art in Frankfurt und wird vom Museum für Moderne Kunst und dem Kindermuseum organisiert. Es sind ausschließlich Werke zu sehen, die die Künstlerinnen und Künstler speziell für junge Besucherinnen und Besucher kreiert haben. Das Konzept ist natürlich dennoch nicht gänzlich neu und so hat es bereits hin und wieder Workshops oder Führungen für Kinder während der jeweils laufenden Ausstellungen gegeben.

Rätsel und Geheimnisse…

Für „Pssst!“ haben sich nun 16 Künstler aus Frankfurt und London zusammengefunden, darunter der Kinderbuchillustrator Philipp Waechter. Das Thema der Ausstellung sind Geheimnisse und es verwundert kaum, dass sich unter den interaktiven Werken zahlreiche Rätsel und geheime Bilder aufspüren lassen. Der Engländer Rob Lowe beispielsweise hat sich mit seiner Geheimwand dezidiert mit der Frage beschäftigt, wem man Geheimnisse anvertrauen sollte und vor wem man sie lieber für sich behält. Die Ausstellung bietet in jedem Fall ein facettenreiches Programm, bei dem Anfassen nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht ist.

Bilderrechte: © luismolinero – Fotolia.com

Turner-Preis für Elisabeth Prize

Jack -->
Prize gewinnt mit Videokunst

Prize gewinnt mit Videokunst

Elisabeth Prize macht ihrem Nachnamen alle Ehre und räumt den begehrten Turner-Preis für ihre zeitgenössische Videokunst ab. Die Preisverleihung wird im britischen Fernsehen übertragen und gehört auf der Insel zu einem nationalen Event. Die mit 25.000 britischen Pfund dotierte Aufzeichnung wurde von Jude Law in der Tate Britain, Londons wohl berühmtestem Museum, überreicht.

Zu Beginn wurde Noble als Favorit gehandelt

Neben der Gewinnerin Prize waren noch der Filmemacher Luke Fowler für einen 90-minütigen Film über den schottischen Psychiater Ronald Laing, die Performance-Künsterlin Spartacus Chetwynd mit ihrem neutestamentarischen Puppentheater und der Maler Paul Noble mit seinen kunstvollen Dystopien in der engeren Auswahl. Obwohl Noble als Favorit gehandelt wurde, entschied man sich für die wenig bekannte Elizabeth Price und ihre Videokunst. Ihr 20-minütige Werk „The Woolworth’s Choir of 1979“ ist eine ewige, beunruhigende Schleife, die sofort in die Konsumversessenheit der britischen Gesellschaft vordringt. Gezeigt werden Bilder aus Kirchen, dem Auftritt der US-Girlgroup Shangri-Las aus den sechziger Jahren und der schlimme Kaufhausbrand in Manchester Ende der 70iger Jahre. Damals mussten zehn Menschen sterben, bis dahin war den Briten die Brandschutzbestimmung ein Fremdwort. 

Die internationale Jury entscheid sich für Prize

Die Jury aus Größen wie Andrew Hunt, Direktor der Focal Point Gallery in London Southend, Heike Munder, Direktorin des Zürcher Migros Museum, und Mark Sladen, Chef der Kopenhagener Kunsthalle Charlottenborg, begründete ihre Wahl mit der verführerischen Kraft und Eindringlichkeit des Werks von Prize. Überschattet wurde die Preisverleihung einerseits vom tragischen Selbstmord des Direktors der Öffentlichen Sammlung für Moderne Kunst in Oxford, Michael Stanley, der eigentlich auch in der Jury hätte sitzen sollen, und andererseits von der Hiobsbotschaft, dass das britische Königshaus Nachwuchs bekommt. So war die Preisverleihung in diesem Jahr eher Nebensache – und die recht unbekannte Gewinnerin vielleicht auch aus diesem Grund gewählt.

Bilderrechte: © Do Ra – Fotolia.com

Cloud Atlas – Kinoepos mit starker Besetzung

Daniel -->
"Cloud Atlas" begleitet Charaktere durch viele Jahrhundert und verknüpft ihre Schicksale

"Cloud Atlas" begleitet Charaktere durch viele Jahrhundert und verknüpft ihre Schicksale

In dem neuen Film „Cloud Atlas“ von Regisseur Tom Tykwer und den amerikanischen Geschwistern Lana und Andy Wachowski spielen viele Oscarpreisträger und Filmgrößen mit: Tom Hanks, Halle Berry, Susan Surandon, Hugh Grant, Hugo Weaving und Jim Broadbent.

Episodenfilm nach einer Romanvorlage

Der originelle und fantasievolle Plot des Films lässt erahnen, warum sich diese Schauspieler für den Film verpflichten ließen: In einer virtuos komponierten und strukturierten Geschichte thematisieren die Macher die Schwierigkeiten, die durch die westliche Vorstellung einer linear verlaufenden Zeit begründet werden und behandeln das Thema der Wiedergeburt. In dem Film werden in sechs verschiedenen Episoden, die in unterschiedlichen Jahrhunderten ablaufen, die verschiedenen Inkarnationen der Charaktere präsentiert.

Charakterentwicklung im Laufe viele Jahrhunderte

Während sie Erfahrungen in verschiedenen Leben macht, lernt die Figur von Tom Hanks Vieles über individuelle Verantwortung und allgemeine humanistischen Ansprüche. So startet Hanks Protagonist als ein menschenverachtender Arzt auf einem Schiff im Pazifik im Jahr 1849 und endet 2346 nach seiner sechsten Inkarnation als ein Held. Dieser Wandel vollzieht sich vor allem, weil er in den unterschiedlichen Leben immer wieder der Inkarnation ein und derselben Frau begegnet und aufgrund der Liebe zu ihr geläutert wird.

Blockbuster aus Babelsberg

Die Produktionskosten von „Cloud Atlas“ betragen 100 Millionen Dollar, was den Epos zu dem bisher teuersten deutschen Film der Geschichte werden lässt. Zudem gehört er mit 172 Minuten Spielzeit zu den längsten Blockbustern dieses Jahres. Die meisten Szenen des Films wurden im Studio Babelsberg bei Potsdam gedreht. Vor allem die Künste der Maskenbildner fallen auf. Sie verfremden die Gesichter der Hauptfiguren von Inkarnation zu Inkarnation unterschiedlich, vor allem Hugh Grant als Kannibale ist kaum wiederzuerkennen. Dies war auch der Grund, warum sich die Darsteller am Filmset selbst kaum wiedererkannten, wenn sie sich begegneten. Tykwers Intention hinter dem Film ist eindeutig, wenn er sagt: „Der Film versucht die Geschichtlichkeit aufzuheben, indem er die Zukunft in der Vergangenheit zu Ende erzählt und umgekehrt. Man muss sich verabschieden von einer bestimmten linearen Vorstellung der Existenz.“

Bilderrechte: © Tryfonov – Fotolia.com

Lesbisch Schwule Filmtage in Hamburg

Franky -->
Schön aber auch gefährlich - Dokumentarfilme auf dem LSF prangern die Bestrafung von Lesbianismus in St. Petersburg an

Schön aber auch gefährlich - Dokumentarfilme auf dem LSF prangern die Bestrafung von Lesbianismus in St. Petersburg an

Schrill und bunt ist es in dem Fabrikgebäude Kampnagel, der alternativen Spiel- und Produktionsstätte in Hamburg. Der beste Ort für den Start des 23. Lesbisch Schwule Filmfest (LSF), das noch bis zum 21. Oktober läuft. Wie erwartet sind viele der mehr als 50 internationalen Spiel- und Dokumentarfilme im Programm exzentrisch und laut.

„Bye Bye Blondie“ von Virginie Despentes erzählt eine schrille Beziehungskiste zwischen einer TV-Moderatorin und ihrer Jugendliebe. Die aufflammende Liebe zieht die Moderatorin soweit in den Bann, dass sie bereit ist, die bequeme Schein-Ehe mit einem schwulen Schriftsteller aufzugeben. Der Film erzählt von der großen Liebe, von Menschen die zusammengehören, auch wenn sie nicht recht zusammenfinden können. Dass „Bye Bye Blondie“ ein ganz besonderes Erlebnis verspricht, war zu erwarten. Despentes sorgte schon vor zwölf Jahren in ihrem aufwühlenden Film „Baise-moi“ durch Sex- und Gewaltszenen für Furore.

Doch auch zart und leise entwickeln Filme auf dem Festival ihre Erzählung. So der Film „Mosquita y Mari“ von Aurora Guerreros, der bereits auf dem Sundance-Festival große Erfolge feierte. In dem wunderbaren Liebesfilm entdecken zwei Schulmädchen ihre Zuneigung zueinander. Ganz zart erzählt das Stück Filmkunst von der ersten Liebe und natürlich auch vom Coming-out der beiden 15-Jährigen.

Neben den Spielfilmen sind – wie jedes Jahr im Programm des LSF – viele Dokumentarfilme zu sehen. Das Motto der Dokumentationen ist diesmal „United in Anger“. Das erinnert stark an Hessels „Empört Euch!“ Doch ganz konkret werden Filme zum queeren Aktionismus gezeigt, die sich gegen die staatliche Diskriminierung vor allem in der Hamburger Partnerstadt St. Petersburg richten. Dort wurde Lesbianismus, Bisexualismus und Transgenderismus unter Strafe gestellt.

Das LSF-Programm zeigt die gesamte Bandbreit der Queer-Szene: gewohnt schrill und komisch, aber auch ernst und leise. Mehr Informationen finden sich auf www.lsf-hamburg.de.

Bilderrechte: © panthermedia.net/ 163189 (JCB Prod)

Roboter-Kunst-Festival in Köln

Franky -->
Am 14. September öffnet das Kulturfest "Robodonien" in Köln

Am 14. September öffnet das Kulturfest "Robodonien" in Köln

Sie machen Musik und tanzen dazu – auch wenn es sich dabei nur um ein Repertoire von zwei Liedern handelt und die Bewegungen ein wenig abgehackt wirken, wurden diese Stars ordentlich gefeiert. Kein Wunder, schließlich handelt es sich dabei nicht um „echte“ Musiker, sondern tatsächlich um verschiedenen Roboter. Sie alle traten im September in Köln beim Roboter-Kunst-Festival auf und begeisterten ihr Publikum.

“Afri” beherrscht 25 Bewegungen er spielt Bass wie ein Profi

„Afri“ war einer von ihnen. Er ist knapp drei Meter groß und wirkt etwas schwerfällig. Kein Wunder, schließlich besteht sein Körper zu einem Großteil aus Straßenlaternenabdeckungen, Fernsehantennen und Mopedteilen. Er wiegt stolze 250 kg und spielt die Lieder „Unsug“ von Helmet und „Bad“ von NoMeansNo auf seinem Instrument.
Sein Erschaffer, der Künstler Kolja Kugler, hat viel Arbeit in dieses Projekt gesteckt und damit eins der Highlights des fünften Roboter-Kunst-Festivals geschaffen. Kugler hat sich aber schon höhere Ziele gesetzt. So arbeitet er derzeit an einem „Schlagzeuger“ der „Afri und seinen Bass unerstützt.
Dabei ist es kein leichtes Unterfangen einen solchen Roboter zu bauen „Afri“ kann nicht nur Kopf und Füße bewegen, sondern auch Hüfte und Knie. Für sein Bassspiel müssen darüber hinaus auch die Spiel- und die Griffhand gesteuert werden können. Insgesamt beherrscht der Roboter 25 verschiedenen Bewegungen. Tatsächlich ist es so möglich, dass „Afri“ Basslinien wir ein Profi spielen kann.

Kulturzentrum von Odo Rumpf – hier tanzten die Roboter

Auf dem Gelände des Kulturzentrums von Odo Rumpf trafen sich drei Tage lang Interessenten und Künstler aus ganz Europa. Während Roboter wie „Afri“ mit ihren spektakulären Können überzeugten, verzauberten andere Science-Fiction Figuren mit ihrem mächtigen Aussehen. Der feuerspeiende Rhinozerusroboter „Lrry 1“ des italienischen Künstlers Lyle Rowell war einfach unübersehbar. Dieses mächtige Roboterbiest wiegt immerhin 3 Tonnen.
Auch Odo Rumpf, der Veranstalter des Spektakels, hat einigen seiner Plastiken zum Zwecke des Festivals etwas Leben eingehaucht. Schade ist jedoch, dass dem Künstler momentan nur wenig Zeit bleibt, sich seiner Kunst zu widmen. Rumpf hat derzeit Ärger mit dem Bauaufsichtsamt der Stadt Köln. Im Moment ist der bürokratische Aufwand so groß, dass er jede Woche eine neue Genehmigung für sein Gelände, auf dem regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, einholen muss.
Das Roboter-Festival konnte zum Glück stattfinden – wir drücken die Daumen, dass es auch im nächsten Jahr wieder klappt.

Bilderrechte: © sarah5 – Fotolia.com

Trash Filmfestival in Berlin

Franky -->
Trashfilm-Festival im Kino Babylon Mitte

Trashfilm-Festival im Kino Babylon Mitte

Wer heute noch nichts vor und mal etwas ganz anderes sehen möchte als die Standard-Blockbuster aus Hollywood, der sollte sich das Berliner Trash Festival nicht entgehen lassen. Im Kino Babylon in Mitte startet ab 14 Uhr das trashigste Kino-Event des Jahres. Dabei liegt der Schwerpunkt natürlich im Bereich des Films. Neben den Leinwand-Darstellungen der besonderen Art wird es auch Vorträge geben, die sich unter anderem mit dem Phänomen “UFO” auseinander setzen. Mit von der Partie ist dabei der UFO-Experte Robert Fleischer, der für Fragen jeglicher “UFO-Art” zur Verfügung stehen wird.

Trashig-Kultiges aus aller Welt

Die filmischen Werke kommen mittlerweile aus der ganzen Welt, berichtet Festival-Initiator Florian Feldmann. Ob Europa, Asien oder Südamerika, der Veranstalter sichtet jeden eingeschickten Film und entscheidet dann, ob das Werk auf dem Festival gezeigt wird. Die Filme haben im Schnitt eine Dauer von 20 bis 30 Minuten und sind nichts für schwache Nerven. Derartige Filme sind oft auch ein wunderbarer Blick auf vergangene Moden und Designtrends. Nicht nur die gezeigten Textilien, sondern auch die Autos in diesen Filmen sind oft genug ziemlich “trashy”. Man denke etwa an Opels Manta-Modelle beziehungsweise diese sportliche Variante von Opel, den Polizeikrimi-typischen Astra oder eben VWs berühmten “Dudu. Die dazugehörigen Filme und Krimis der siebziger, achtziger und neunziger Jahre sind für viele Fans natürlich längst Legende. Praktisch, dass man im internationalen Gebrauchtwagenhandel jedes dieser Kult-, Krimi- und Filmautos jederzeit erwerben kann; nicht nur Opel-Modelle, sondern auch James-Bond-mäßige Jaguars. Alles eine Frage des Preises beziehungsweise des Filmgeschmacks.

Die Karten für das Festival kosten 29,50 Euro. Dafür bekommt man – laut Werbeplakat – “25 irre Kurzfilme” aus den Bereichen Action, Horror und Comedy zu sehen, die in einigen Fällen sogar Weltpremiere feiern. Kurz vor Mitternacht startet dann der “Showdown” mit einer Award-Show und dem Abschlussfilm. Also das “Sitzfleisch” nicht vergessen!

 

 

Bilderrechte: © Özger Sarikaya – Fotolia.com

Filmfestival in Loccarno

Franky -->

Bild: © Berchtesgaden - Fotolia.com - Wer gewinnt in diesem Jahr den "Goldenen Leopard"?

Bild: © Berchtesgaden - Fotolia.com - Wer gewinnt in diesem Jahr den "Goldenen Leopard"?

Das ganze Jahr über gibt es zahlreiche Filmfestivals, von denen der Otto-Normal-Verbraucher in den meisten Fällen gar nichts mitbekommt. Natürlich haben sich die Berlinale oder die Filmfestspiele von Cannes einen gewissen Namen gemacht, doch neben ihnen gibt es in Europa noch viele weitere dieser Art, die über die Ländergrenzen hinaus jedoch meist recht unbekannt sind. Das tut ihnen jedoch in der Qualität nicht unbedingt einen Abbruch, wofür die aktuellsten Filmfestspiele ein gutes Beispiel sind. So finden im schönen Italien nämlich gerade die Filmfestspiele von Locarno statt und haben auch schon gut die Hälfte hinter sich. Bis jetzt können die Veranstalter, Filmemacher und vor allem auch die Zuschauer mit der Filmauswahl und der Organisation des Festivals durchaus zufrieden sein.

Besonders auffällig in diesem Jahr ist dabei vor allem, dass viele Co-Produktionen verschiedener Nationen an den Start gehen. So wurde unter anderem an einem Samstag außerhalb des Wettbewerbs die deutsch-schweizerische Produktion “Nachtlärm” vorgeführt und fand bei den Zuschauern Gefallen. Dort spielt unter anderem die durch “Der Untergang” bekannt gewordene Schauspielerin Alexandra Maria Lara mit. Beim Plot geht es um ein Paar, die an ihrem “Schreibaby” verzweifeln und verschiedene Situationen durchlebt. Man könnte den Film in die Genres Komödie und Drama einordnen.

Doch auch ansonsten weiß das Festival bisher zu begeistern. Unter anderem auch mit der schweizerisch-englisch-deutsch-australischen Produktion “Berberian Sound Studio”. Dabei geht es um einen Tontechniker, der gerade für einen Horrorfilm arbeitet und daran kaputtgeht – er wird von Wahnvorstellungen geplagt. Mittlerweile gilt dieser Film sogar als einer der möglichen Favoriten auf einen Preis am Ende des Festivals. Dieser ist wie auch schon bei den 64 Festivals davor der “Goldene Leopard”.

Dein Fernseher versteht dich

Daniel -->
© Rumkugel - Fotolia.com

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Bei der Internationalen Funkausstellung, der Ifa, werden auch in diesem Jahr wieder neue Technologien vorgestellt, die das Internet weiter in unseren alltäglichen Gebrauch einbinden. Zum Beispiel durch einen mit dem Smartphone ferngesteuerten Staubsaugerroboter mit Webcam. Im Mittelpunkt der Ausstellung werden jedoch keine Staubsauger, sondern Fernseher stehen. Flachbildfernseher gehören inzwischen fast schon zur Normausstattung in deutschen Haushalten. So wurden seit 2009 jährlich neun Millionen dieser Modelle verkauft. Noch in diesem Jahr sollen es sogar bis zu zehn Millionen Exemplare werden. Sony präsentiert auf der Ifa zum Beispiel eine Beta-Version der Google-Mediabox. Mit Hilfe dieser Boxen soll der Fernseher über den Google eigenen Chrome-Browser Zugriff auf den Online-Store von Google Play gewähren. Damit hat der Nutzer Zugriff auf zahlreiche Applikationen. Sharp stellt vor allem große Modelle vor, die jedoch mit einem sparsamen Energieverbrauch überzeugen. Generell hat Sharp damit den Nerv der Zeit getroffen, denn der Markt für Flachbildfernseher mit mehr als 60 Zoll hat sich inzwischen vervierfacht. Auch der koreanische Hersteller Samsung setzt auf Größe und ein hohes Maß an User-Komfort. So sollen einige Geräte der Marke in Zukunft mit Gesichtserkennung und Gesten- und Sprachsteuerung funktionieren. Diese Navigation wird durch ein kleines Mikrofon in der Fernbedienung und einer kleinen Kamera am Fernseher selbst ermöglicht. So wird die geballte Faust zum Beispiel als Mausklick interpretiert. Inzwischen ist Samsung zur beliebtesten Marke der Deutschen aufgestiegen. Auch der Hersteller Philips setzt wie Sharp auf Energieeffizienz. So sind hier inzwischen Geräte der Klasse A++ zu erhalten. Trotzdem sind Standards wie die LED-Technologie und das so genannte Smart-TV verfügbar. Für die japanische Marke Toshiba sind vor allem technische Highlights wichtig. So ist mit den Geräten von Toshiba zum Beispiel 3D auch ohne Brille möglich, und auch die vierfache HD-Qualität, die so genannte „Quad FHD“, gehört inzwischen zur Standardausstattung.